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Verbesserung von Teilhabe und Gangqualität nach ZNS-Schädigungen (S-15)

Welche gangtherapeutischen Ansätze sind am wirksamsten zur Verbesserung von Gehfähigkeit, Gehgeschwindigkeit und Gehausdauer – und auch von Teilhabe sowie Gangqualität?

Stadtgebiet
10:30 - 12:00 Uhr Sa. 20. Juni

Kurzbeschreibung

2 Unterrichtseinheiten / Fortbildungspunkte

Beschreibung

Forschungsergebnisse und Leitlinien betonen, dass eine wirksame neurorehabilitative Gangtherapie für Betroffene bedeutsam, herausfordernd, hochintensiv, repetitiv und aufgabenspezifisch gestaltet sein sollte. Vor allem hat sich die hohe Trainingsintensität als wichtiger Parameter für das Erreichen von Rehabilitationszielen nach Schädigungen des zentralen Nervensystems etabliert. Trotz der soliden Evidenzlage erhalten jedoch viele Patientinnen und Patienten in der klinischen Praxis kein hochintensives Gangtraining. Wodurch lässt sich diese Diskrepanz erklären?
Mögliche Gründe sind unter anderem:
• die Annahme, dass ein primärer Fokus auf Bewegungsqualität diese am effektivsten verbessert,
• die Sorge, dass höhere Intensitäten oder Gehgeschwindigkeiten die Bewegungsqualität beeinträchtigen und zur Ausbildung „abnormer“ Bewegungsmuster führen könnten,
• Befürchtungen hinsichtlich möglicher struktureller Überlastungen (z. B. des Kniegelenks),
• sowie Zweifel an der Sicherheit hochintensiver gangtherapeutischer Interventionen.
In diesem Vortrag werden aktuelle wissenschaftliche Erkenntnisse zu verschiedenen gangtherapeutischen Interventionen systematisch dargestellt und hinsichtlich unterschiedlicher Behandlungsergebnisse eingeordnet. Diskutiert wird, welche Therapieansätze sich besonders eignen, um nicht nur Gehfähigkeit, Gehgeschwindigkeit und Gehausdauer, sondern auch die Teilhabe sowie – ein zentrales Anliegen vieler Therapeut:innen – die Gangqualität zu verbessern.

Referent*in

Informationen zum Programm

Veranstaltungsort

MOC - K1B

Adresse
Lilienthalallee 40 80939 München
Kontakt
Website: https://moc-muenchen.de/de/