Viele Rehasport-Teilnehmende leiden unter eingeschränkter Beweglichkeit, schmerzhafter Gelenkfunktion und einer ungünstigen Haltung – bedingt durch Alltag, Beruf und Vorerkrankungen. Klassische Übungen bieten hier zwar Ansätze, stoßen aber in der Gruppenpraxis häufig an Grenzen. Mobility Sticks eröffnen im Rehasport eine einfache Möglichkeit, Bewegungsumfänge zu erweitern, Bewegungsbahnen zu führen und Teilnehmenden ein besseres Körpergefühl zu vermitteln, ohne die Gelenke zu überlasten.
Der Vortrag zeigt, wie Mobility Sticks im Rehasport strukturiert, sicher und indikationsgerecht eingesetzt werden können. Anhand eines praxisnahen Konzeptes werden typische Einsatzbereiche vorgestellt:
gelenkschonende Mobilisation von Schultergürtel, Wirbelsäule und Hüfte,
Unterstützung einer aufrechten Körperhaltung und funktionellen Bewegungskontrolle,
Kombination aus Mobilität, Stabilität und Koordination in alltagsnahen Bewegungsmustern.
Es wird erläutert, wie Mobility-Stick-Übungen an unterschiedliche Leistungsstufen angepasst, in verschiedene Rehasport-Indikationsgruppen integriert und methodisch aufgebaut werden können – von einfachen Grundbewegungen bis zu komplexeren, mehrgelenkigen Sequenzen. Ein besonderes Augenmerk liegt auf Sicherheitsaspekten, Korrekturhinweisen und Kontraindikationen, damit der Einsatz im Gruppensetting fachlich fundiert und risikoarm erfolgt.
Darüber hinaus werden Möglichkeiten aufgezeigt, wie Mobility Sticks als Profilierungsmerkmal genutzt werden können: zur Steigerung der Attraktivität von Rehasportangeboten, zur besseren Motivation der Teilnehmenden und – sofern gewünscht – als Brücke zu weiterführenden Präventions- oder Selbstzahlerangeboten mit Fokus auf Beweglichkeit, Haltung und Schmerzreduktion.
Teilnehmende erhalten konkrete Ideen, wie sie mit überschaubarem Materialaufwand ihre Rehasportgruppen inhaltlich aufwerten und gleichzeitig den funktionellen Mehrwert für ihre Teilnehmer:innen deutlich steigern können.