Kongress

S-21 - Digitale Bewegungstherapie bei chronischen Erkrankungen – Inhalte, Chancen und Akzeptanz auf dem Prüfstand

Dargestellt am Beispiel von Personen mit Multipler Sklerose

Kurzbeschreibung

Grundlagenseminar (ohne Vorkenntnisse)
2 Unterrichtseinheiten / Fortbildungspunkte

Beschreibung

Was weiß man bisher? Regelmäßige körperliche Aktivität und Training zeigt bei chronischen Erkrankungen vielfältige positive Wirkungen, dennoch sind viele Betroffene körperlich inaktiv oder stellen nach einer Rehabilitation ihre neu gewonnene Aktivität meist schnell wieder ein. Für viele chronische Erkrankungen fehlen standardisierte, indikationsspezifische, flächendeckende Bewegungsangebote. Digital umgesetzte Bewegungstherapie hat das Potential, diese Lücke in der Versorgung zu schließen. Was bedeutet das für die Praxis? Aber - nicht alles, was digital ist, funktioniert. Die Digitale Umsetzung von Bewegungstherapie birgt neben allen Vorzügen auch Nachteile und Besonderheiten, sowohl für Therapeut:innen als auch Patient:innen. Dies bezieht sich auf die Ebenen Inhalte, Kommunikation, Supervision und technische Umsetzung. Was erwartet die Teilnehmenden im Seminar? Am Beispiel von Forschungsarbeiten am Department für Sportwissenschaft und Sport der Universität Erlangen-Nürnberg werden Wirksamkeit und Potential digitaler Bewegungstherapie bei Personen mit Multipler Sklerose aufgezeigt. Gleichzeitig werden Anforderungen an die Umsetzung diskutiert, mit besonderem Fokus auf den Transfer von der Durchführungsform „Präsenz“ zu „Tele“. Dies betrifft unter anderem die Einbeziehung und gezielte Kompetenzförderung der Patient:innen, Optimierung der Compliance, Bedeutung persönlicher Betreuung oder Individualisierung der Trainingssteuerung.

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