Kongress

S-18 - Atemtherapie in der Neurologie

Das Potential Atemwegskomplikationen nach einer Querschnittlähmung zu reduzieren

Kurzbeschreibung

Grundlagenseminar (ohne Vorkenntnisse)
2 Unterrichtseinheiten / Fortbildungspunkte

Beschreibung

Was weiß man bisher? Atemwegskomplikationen nach einer Querschnittlähmung zählen auch heute noch zu der Todesursache Nummer 1. Je höher die Lähmung, desto höher ist die Gefahr von Atemwegskomplikationen. Nach einer Lähmung der inspiratorischen Muskulatur sind tiefe Atemzüge verhindert, die Vitalkapazität und die totale Lungenkapazität sind reduziert, es kann zu Atemnot und Atelektasen kommen. Nach einer Lähmung der exspiratorischen Muskulatur ist der Hustenstoss reduziert und es kommt zu einem Sekretverhalt, der Atemwegswiderstand ist erhöht und die Gefahr von Atemwegsinfektionen steigt an. Einatemtraining ist in der Lage die Kraft der Atemmuskulatur zu stärken. Eine effektive Prophylaxe von Lungenentzündungen benötigt eine sehr hohe Atemmuskelkraft. Was bedeutet das für die Praxis? In der praktischen Behandlung von Patienten nach einer Querschnittlähmung soll Einatemmuskeltraining angewendet werden. Dabei soll ein hoch-intensives Einatemtraining mit wenigen Wiederholungen einem Training mit niedriger Intensität und einem hohen Umfang an Wiederholungen vorgezogen werden. Was erwartet die Teilnehmenden im Seminar? Die Teilnehmenden im Seminar bekommen einen Einblick über potentielle Faktoren, die im Zusammenhang mit einer Lungenentzündung nach einer Querschnittlähmung stehen. Über die modifizierbaren Faktoren lassen sich Inputs für die Behandlung im klinischen Alltag ableiten. Es wird sowohl der theoretische Hintergrund dargestellt, als auch Therapie-Massnahmen praktisch gezeigt. Es wird auf unterschiedliche Therapiemöglichkeiten insbesondere für das Atemmuskeltraining eingegangen.

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