Kongress

S-09 - Teletherapeutische Versorgung in der Neurorehabilitation

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Kurzbeschreibung

Grundlagenseminar (ohne Vorkenntnisse)
2 Unterrichtseinheiten / Fortbildungspunkte

Beschreibung

Was weiß man bisher? Der demographische Wandel und die Digitalisierung haben einen maßgeblichen Einfluss auf das Gesundheitswesen. Gerade bei hochbetagten Menschen besteht ein erhöhter und meist auch langfristiger Versorgungsbedarf bei gleichzeitig eingeschränkter Mobilität, wie beispielsweise nach einem Schlaganfall. Digitale Angebote, wie Teletherapie, können im Rahmen einer neurologischen Rehabilitation eine vielversprechende Ergänzung zur Präsenztherapie darstellen, um beispielsweise einer therapeutischen Unterversorgung in ländlichen Regionen entgegenzuwirken. Gleichzeitig bietet der Ansatz die Möglichkeit einer hochfrequenten, alltagsorientierten und aktivierenden Therapie, wie sie in den Leitlinien empfohlen wird. Was bedeutet das für die Praxis? Teletherapie kann gewinnbringend für Betroffene ebenso wie für Therapeut*innen eingesetzt werden. Patientinnen und Patienten können aktiv und selbständig an der Therapie teilnehmen, ohne dabei auf Angehörige angewiesen zu sein. Auch die Therapeut*innen haben die Möglichkeit ortsunabhängig zu therapieren und können Hausbesuchstermine im digitalen Setting abhalten. Was erwartet die Teilnehmenden im Seminar? Nach einer theoretischen Einleitung zu evidenzbasierten Ansätzen der Neurorehabilitation folgen Einblicke zur Umsetzung von Teletherapie bei Schlaganfallpatient*innen aus dem Projekt „DeinHaus 4.0 Oberpfalz: Telepräsenzroboter für die Pflege und Unterstützung von Schlaganfallpatientinnen und -patienten (TePUS)“. Anschließend findet ein Austausch mit den Teilnehmenden hinsichtlich ihrer Erfahrungen mit Teletherapie statt. Ebenso sollen weitere mögliche Einsatzszenarien für Teletherapie sowie Handlungsbedarf gemeinsam diskutiert werden.

Referent: